Beinahe unentdeckt gleitet ein bussardgroßer Greifvogel durch die einsamen Wälder Vorpommerns, im Nordosten Deutschlands: Der Schreiadler. Die letzten etwa 100 Paare unseres Landes brauchen große Horstbäume. Die finanzielle Hilfe von DANKE und der Deutschen Umwelthilfe trägt zum Schutz der Bäume und Nahrungsbiotope entscheidend bei.
Die dunkelbraunen Tiere tragen ihren Namen, weil sie oft und laut "tjück" rufen. Was ist für ihren Schutz notwendig? Sachkundige Vogelschützer und engagierte Forstleute sorgen für den Erhalt ausgewählter Horstbäume und für die Bewachung der wertvollen Brut. Sie pflegen auch die Wiesen und Moore der Umgebung, auf denen die Schreiadler ihre Nahrung suchen. Die Abstimmung mit den Forstleuten für eine behutsame Bewirtschaftung der wilden Adler-Wälder ist dabei genauso wichtig wie der richtige Zeitpunkt für das Mähen der Nahrungsplätze.
Im Unterschied zu den anderen Adlern begibt sich der Schreiadler oft zu Fuß auf Nahrungssuche. Den Blick nach unten gerichtet schreitet er wie ein Storch durch das kurze Gras. Manchmal hält der Vogel auch vom Horstbaum aus oder im gaukelnden Suchflug Ausschau nach Insekten, kleinen Säugern, Reptilien und Amphibien.
Bestehende Brutgebiete zu erhalten ist das eine Ziel der DANKE Hilfe. Weiterhin soll 2005 erneut "Schreiadler-Erwartungsland" entstehen: Die örtlichen Adler-Fachleute sichern zehn Hektar Wiesen mit geeigneten Horstbäumen und feuchten Nahrungswiesen für die Adler durch den Kauf des Geländes.